Zuckerfrei: Wie Du Deine Ernährung ohne Zucker ges…

Tuesday, April 18th, 2017 - eBook







„Je süßer der Wein, desto saurer der Essig.“

Über die letzten fünf Generationen hat sich der Zuckerkonsum pro Kopf in Deutschland von 3 Kilogramm jährlich kontinuierlich auf zuletzt 34 Kilogramm Zucker jährlich pro Person erhöht. Dieser gewaltige Anstieg um das mehr als Elffache liegt zum einen an den neuen, modernen Herstellungsverfahren für industriellen Zucker, aber auch daran, dass es keine Maximalgrenze für Zucker in unserer Nahrung gibt. Der künstliche Appetitanreger wird darum gerne allem beigemischt, was man heutzutage im Supermarkt findet. Dabei sind die negativen Auswirkungen auf unseren Körper gewaltig: Der Blutzuckerspiegel fährt Achterbahn und lässt uns dementsprechend zwischen Heißhungerattacken, Energieschüben und Konzentrationsschwächen pendeln.

Auch der Insulinspiegel und das Herz-Kreislauf-System werden unnötig belastet. Nicht ohne Grund nehmen Diabeteserkrankungen rasant zu und treten in immer jüngerem Alter auf. Herzinfarkte, Schlaganfälle und Krebs nehmen derweil die ersten Plätze unter den häufigsten Todesursachen unserer Gesellschaft ein. Beides wird nicht zuletzt mit ungesunder Ernährung, vor allem durch zu viel Zucker, in Verbindung gebracht. Auch bei der Entstehung von Übergewicht ist nicht unbedingt das eingelagerte Fett schuld, wie uns lange weißgemacht werden sollte, sondern stattdessen ein Übermaß an Kohlenhydraten (wozu auch Zucker zählt), welches unsere Fettzellen erst aufschließt und aufnahmefähig für unliebsame Speckpolster macht.

Man sollte also meinen, dass das „weiße Gold“ bei uns Verbrauchern inzwischen eine Menge seiner Süße eingebüßt haben müsste. Doch abgesehen von Kariesgefahr gibt es im kollektiven Bewusstsein kaum einen bitteren Beigeschmack beim Zuckergenuss. Unsere Kinder bekommen täglich ihre Dosis und auch wir bestellen weiterhin fröhlich Coca-Cola. Wenn wir statt der süßen Brause einen Liter Wasser und 40 Stück Würfelzucker serviert bekommen würden, wären wir wohl gewaltig angewidert. Aber genau so viel steckt drin in der klebrigen Brause sowie den meisten anderen Erfrischungsgetränken mit und ohne Zisch (z.B. in Red Bull, Schweppes, und sogar in vermeintlich gesundem Orangen-Nektar). Unsere Geschmacksnerven gewöhnen sich mit der Zeit an den unnatürlich hohen Zuckergehalt, vor allem wenn wir seit Kindertagen nichts Anderes kennen. Unser Körper ist jedoch nicht auf solche kristallinen Kalorienbomben ausgelegt, auch wenn Zucker eine sehr günstigste Zutat für Nahrungsmittelhersteller ist, uns unbewusst noch hungriger macht und auf diese Weise den Verkauf fördert. Industriell hergestellter Zucker wird dementsprechend gerne vielen von sich aus überhaupt nicht süßen Produkten beigemischt, wo Konsumenten ihn am wenigsten erwarten würden, zum Beispiel in Soßenbindern, Salatdressing und sogar in Babynahrung.

Mit diesem Buch möchte ich unser Bewusstsein für das offensichtliche und versteckte Übermaß an Zucker schärfen, damit wir unsere Ernährung gesund und lecker mit möglichst wenig Zucker gestalten können. Neben dem physiologischen Hintergrundwissen zur Volksdroge Zucker und ihren assoziierten Gesundheitsrisiken geht es daher vor allem um praktische Tipps im Alltag, die unser Einkaufs- und Konsumverhalten betreffen. Darüber hinaus habe ich 30 größtenteils zuckerfreie Rezepte mit aufgenommen, die vom Frühstück bis zum Abendessen (inklusive selbstgemachter Desserts wie Kuchen, Eis oder Smoothies ohne Zucker) keinen Herzenswunsch auslassen. Denn Zucker zu reduzieren, heißt nicht hungern zu müssen – im Gegenteil: Der Blutzuckerspiegel schwankt weniger stark und Heißhungerattacken gehören damit bald der Vergangenheit an. Zuckerreduktion ist daher auch der richtige Schritt, wenn man Gewicht verlieren möchte. Einen entsprechenden 4-Wochen-Abnehmplan findest du daher zum Abschluss des Buches, sowie ein zusätzliches Bonuskapitel zum Thema Low Carb.

Viel Erfolg bei der Erreichung deiner Ernährungsziele!

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